MECE
              __ Geschichte __

Aus den Anfängen…

An einem stürmischen Winterabend trafen sich im Januar 1985 eisenbahninteressierte Personen aus der Region Einsiedeln im Rest. Storchen und gründeten den Modelleisenbahn-Club Einsiedeln, kurz MECE genannt. Der neue Club verpflichtete sich die Eisenbahnliebhaberei zu pflegen und durch geeignete Aktivitäten Verständnis und Freude für die Eisenbahnen zu wecken. Der erste Vorstand wurde um Initiant Stefan Casanova gebildet. Bereits im Gründungsjahr stiessen weitere Mitglieder aus der Region hinzu. Man widmete sich dem gemeinsamen Studium und Austausch von Eisenbahn-Literatur und unternahm Exkursionen um die Eisenbahn anhand der Vorbilder zu studieren. Als Vorbild diente in vielen Fällen die vor den Haustüren gelegene Südostbahn.

Von Clubwagen und Käse…

Natürlich bemühte sich der noch junge Verein auch um ein "stilgerechtes" Clublokal. Von der Baufirma Vanoli konnten zwei ausgediente Dienstwagen übernommen werden. Einer der Wagen diente als Materiallager, der andere wurde in ein gemütliches Clubrestaurant umgebaut.

Dank gutem Draht zur SOB konnten die Wagen im Freiverlad des Bahnhof Einsiedeln aufgestellt werden. Aufgrund von undichten Dächern wurden die Wagen mit der Zeit durch andere ersetzt.

Bei der Bevölkerung noch gut in Erinnerung sind die drei Modell-Ausstellungen zusammen mit der Modellfluggruppe Einsiedeln im Dorfzentrum. Die beiden Clubs ergänzten sich wunderbar, da Flieger bekanntlich in der Luft und die Eisenbahnen am Boden unterwegs sind. Die finanzielle Grundlage des Vereins bildet der Raclette-Verkauf an der Einsiedler Chilbi. Es gehört einfach zur Chilbi dazu: ein Raclette mit Gummeli, dazu ein Heizer-Kafi. Besuche bei anderen Eisenbahnclubs sowie Exkursionen zu speziellen Eisenbahn-Themen ergänzten die Tätigkeiten des Vereins.

Modelleisenbahn-Anlagen…

Durch Anmietung von Räumlichkeiten im Dachstock des Dorfzentrums konnte sich der MECE den Traum vom Anlagenbau verwirklichen. Man entschied sich für die am weitesten verbreitete Spurgrösse HO. Eine schöne Anlage wurde aus einem Nachlass übernommen und wieder in Stand gestellt. Eine weitere Gruppe arbeitete an der Steuerung mittels Computer. In späterer Zeit entstanden nach einer Modellbaunorm Eisenbahnmodule, mit welchen bei jedem Anlass eine individuelle Anlage aufgebaut werden konnte. Die Räumlichkeiten im Dorfzentrum konnten 1991 erweitert werden. In diesen entstanden aus Anlagenteilen von abgebrochenen Anlagen älterer Mitglieder eine gemeinsame grosse Spur 0-Anlage.

Mit einem Massstab von 1:45 erreicht eine Modellanlage in dieser Spurgrösse beachtliche Ausmasse, deshalb wurde die HO-Anlage weggeräumt um der Spur 0-Anlage noch mehr Platz einzuräumen.

Über die Jahre wurde auch immer wieder der Bau von Modellen gefördert, welche über den Fachhandel nicht erhältlich waren. So entstanden unter der Leitung von Albert Nold im Jahre 1999 in unzähligen Stunden "Glaskästen" oder auch das "Klostertram" genannt im Massstab 1:87. Als Vorbild diente wiederum die nahegelegene Südostbahn . Manches Mitglied hatte mit den kleinen Teilen zu kämpfen, aber gemeinsam fand man immer eine Lösung. Das fertige Modell hat sicherlich bei allen Teilnehmern einen Ehrenplatz in der Vitrine erhalten.

Der Virus der Gartenbahn…

Es war an einem gewöhnlichen Clubhöck im Eisenbahnwagen, als der aktuelle Präsident Thomas Minder das zusammen mit seinem Vater erbaute Tigerli seinen Kollegen vom Club zeigte. Mit Hilfe von Pressluft liess mann die kleine Live-Steam-Lok aufgebockt die Räder drehen und zischen. Live-Steam bedeutet, dass man in der Lokomotive wie im Vorbild durch Verbrennung von Kohle Wasser zum Kochen bringt, welcher als Dampf zum Antrieb von Rädern verwendet werden kann. Besonders Eindruck musste dieser Abend dem Alt-Posthalter Louis Zehnder von Bennau gemacht haben.

Er machte sich an die Arbeit und es entstand nach unzähligen Arbeitsstunden sein Erstlingswerk "s'Zweiäzwänzgi" der Südostbahn. Noch viele weitere Lokomotiven folgten. Weitere Mitglieder folgten seinem Vorbild und begannen mit dem Bau von Gartenbahnlokomotiven im Massstab 1:11. Die Lokomotiven wurden auf der mobilen Gleisanlage betrieben, welche von Zeit zu Zeit in Einsiedeln und sogar im Olma-Gelände in St. Gallen aufgebaut wurde. 1992 erwarb dann der MECE von Alt-Bäckermeister Eugen Zumbach die in Unterägeri gelegene Gartenbahnanlage. Unzählige Kilometer pilgerten die Einsiedler nach Unterägeri um ihrem Hobby zu frönen. Der Wunsch entwickelte sich immer stärker eine entsprechende Gartenbahnanlage in Einsiedeln zu realisieren. Besonders die Suche nach einem geeigneten Areal gestaltete sich schwierig. Im Herbst 2000 konnte der Spatenstich für die Anlage in der Blatten erfolgen. Die Lage zwischen der Alp und der Bahnlinie der Südostbahn ermöglichte eine idyllisch in die Landschaft integrierte Gleisführung. Im Sommer 2002 konnte ein Teil der Anlage in Betrieb genommen werden. Seit diesem Tag entwickelten sich die Fahrtage als Geheimtipp für Familienausflüge aus der gesamten Region.

Weltbekannt…

In Einsiedeln ist der Club vor allem für seine Gartenbahn-Anlage in der Blatten, das Raclette an der Chilbi sowie für die Modellbörse im Dorfzentrum bekannt. Der Club pflegt schon seit Beginn die Kontakte zu anderen Eisenbahn-Interessierten. Durch die Teilnahme an internationalen Treffen der Szene in Le Bouveret oder Sinsheim wurden die Einsiedler Eisenbähnler in ganz Europa bekannt. Zum 20-jährigen bestehen fuhr der MECE mit einer Komposition der SOB zum Gartenbahner-Treffen in Le Bouveret. Diese Reise wurde von einer Filmcrew der Sendung Eisenbahnromantik begleitet. Spätestens seit der Ausstrahlung des Films im deutschen Fernsehsender SWR sind die Eisenbähnler von Einsiedeln in ganz Europa bekannt.

Die Sendung läuft noch immer ab und zu in deutschen Privatsendern. Im Jahr 2009 waren einige Mitglieder auf der weltgrössten Gartenbahnanlage "Train Mountain" in der USA zu Gast.

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